Wunder gibt es immer wieder! (jedenfalls in Arnis)

Man stelle sich vor: ein längst still gelegtes Stahlwerk, ein aufgegebener Hochofen oder ein schon vor Jahren heruntergefahrenes Bergwerk erwacht zu neuem Leben. Menschen bevölkern wieder die Industriebrache, Räder beginnen sich zu drehen, Maschinen laufen, zu verfallen drohende Hallen sind hell erleuchtet und strahlen hektische Betriebsamkeit aus.
Undenkbar? In Arnis soeben geschehen. Denn die beiden Bilder sind nicht vor der Stilllegung der Werft vor 3 Jahren entstanden, sondern datieren aus November 2017.
Ein Wunder? Nein, kaufmännisches Kalkül und ein Segen für die Stadt. Somit sind eine Umwandlung des Geländes, und eine Bebauung mit gesichtslosen Ferienapartments wohl vorerst vom Tisch. Arnis hat sich somit wieder zu der Stadt mit der wahrscheinlich höchsten Werftendichte pro Einwohner weltweit aufgeschwungen. Ein Listenplatz der in Gefahr zu geraten drohte.
Auch „Musik am Noor“ findet bekanntlich in einer noch betriebenen Werfthalle statt. Die Organisatoren, die jedes Jahr den Umbau bewältigen, können ein Lied von dem nötigen Aufwand singen. Aber jeder produzierende, restaurierende oder Dienstleistungen anbietende Betrieb erhält die Stadt am Leben. Junge Leute werden angezogen, siedeln sich an und sorgen sogar für Nachwuchs! Arnis scheint auf einem guten Weg!

Ein Grund zu feiern: nicht erst bei „MaN 2018“ sondern z.B. beim Arnisser Advent, am 2. – 3.12. Nicht nur haben viele Geschäfte an diesem Wochenende geöffnet, die mit Kunst – Handwerk und schönen Dingen Geschenkideen präsentieren, sondern auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Trotzdem: noch 9 Monate bis zu „Musik am Noor“!