Kahlschlag und Neuland

Manchmal muss man Dinge tun, die zeitweilig zu einer Verschlimmerung bestehender Verhältnisse führen. 2 Fotos aus der kleinen Stadt zeigen dieses eindringlich:

Kahlschlag:

hier Foto Lange Str. mit kahlen Bäumen

3 Tage Ricke Racke, dann waren die Linden ihrer weit ausladenden Äste beraubt, auf umweltschonende Art mittels Handsägen und Astkneifern. Der Anblick tut weh, die vertrauten Bäume so kahl zu sehen, aber bei ungehemmtem Wachstum wäre in einigen Jahren die Lange Straße überwuchert, kein Fenster ließe sich mehr öffnen und der Himmel wäre verdunkelt. Also eine sinnvolle Aktion, auch wenn sie manchem Touristen den Atem verschlägt. Aber die Gärtner haben versprochen: bis zu MaN bedeckt wieder grüner Flaum die kahlen Köpfe, keine Linde kommt zu Schaden, alles wird gut!

Neuland:

Foto vom Badestrand

Immer wieder behindert durch Hochwasser, Frost und Schneetreiben haben sich Bagger und Schaufellader durch unsere „Badeanstalt“ gekämpft, Tonnen von Schlick ausgebaggert, Sandbänke entfernt und Steinmolen verlegt. Der Grund: immer stärkere Verschlickung durch die unermüdlich Sedimente herantragende Schlei, damit einhergehend eine sich stetig verschlechternde Strandqualität. Das hat jetzt ein Ende, durch Veränderung des Srömungsverlaufs soll ein „Selbstreinigungseffekt“ für das Gewässer entstanden sein, so die Planer. Die Fischer schütteln skeptisch die Köpfe, wir Normalsterblichen drücken die Daumen und hoffen das Beste. Aber auch hier gilt ein Versprechen: bis zu MaN wird das neue Konzept tragen. Aber das sind ja auch nur noch knapp 4 Monate!